Innovation, Betrieb & Finanzen
Frank Pursch
Das Labor im Basecamp
Frank erkennt früh, welche Technologien reif sind, um echte Geschäftsprobleme zu lösen und setzt sie um, bevor der Mainstream folgt. Dieses Muster zieht sich durch seine gesamte Karriere.
Seine Laufbahn begann in einem IBM-Softwarehaus in Köln. Mit 20 leitete er bereits den Bereich Individuelle Softwareentwicklung für Konzerne mit Schwerpunkt auf Finanz- und betriebswirtschaftliche Software, u.a. für Henkel, Wacker und OTTO. Von Anfang an lag der Fokus auf Lösungen, die Geschäftsprozesse unterstützen und wirtschaftlich tragfähig sind. Der Blick auf den Use Case, der sich rechnet, ist geblieben.
Mitte der 90er gehörte er zum fünfköpfigen Führungsteam, das gemeinsam mit der METRO AG eine neue Medienagentur aufbaute. Als Leiter IT verantwortete er den Aufbau einer vollständig digitalen Produktionsstraße – zentrale Bilddatenbank, workflow-gestützte Produktion, Digitalfotografie und digitale Druckdatenlieferung. Das Ergebnis: Die Produktionskosten sanken um zwei Drittel. Nach dem erfolgreichen Aufbau übernahm er als Mitglied der Geschäftsleitung die Verantwortung für den laufenden Produktionsbetrieb mit 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Bei der Werbeagentur Antwerpes – heute bekannt als DocCheck – verband er Anfang der 2000er Internet und Digitaldruck zu neuen Produkten und baute ein Web-to-Print Profit Center auf, als die meisten Agenturen Print und Online noch als getrennte Welten betrachteten.
Als Head of IT-Operations und später als CISO verantwortete er bei HRS die technische Infrastruktur während der internationalen Expansion. Er baute redundante Rechenzentren auf und sorgte mit einem Team von 26 Mitarbeitern für den weltweiten 7×24-Betrieb der Buchungsportale – agil in der Umsetzung, aber mit harten SLAs und KPIs. Außerdem verantwortete er den kompletten IT-Einkauf.
Seit 15 Jahren führt er die SPOCIT GmbH. Die ersten Jahre betrieb er selbst 7×24 Managed Services, u.a. Reiseportale für die TUI. Danach baute er als Headhunter eine spezialisierte IT-Recruiting-Firma auf. Schließlich die Fokussierung auf regulierte Finanzdienstleister: Er steuerte kritische IT-Transitions, plante Outsourcing-Strategien im Bereich Rechenzentrum sowie Identity & Access Management und Privileged Access Management – u.a. für Deutsche Leasing, DKB und SBB.
Als Sachverständiger für Rechenzentren beriet er Unternehmen wie REWE, Leica, Würth, SPARDA und die Bundesnetzagentur bei Planung, Auditierung und Betrieb kritischer IT-Infrastrukturen. Er kennt die Anforderungen an hochverfügbare Systeme aus der Praxis.
Das sind nur einige Stationen – dazwischen lagen zahlreiche weitere Projekte in unterschiedlichen Branchen und Rollen. Der rote Faden blieb: Technologie so einsetzen, dass sie sich rechnet.
Bei ADAPTIVE bringt er ein, was sich durch seine gesamte Karriere zieht: die Fähigkeit, neue Technologien früh zu erkennen und in tragfähige Geschäftsmodelle zu übersetzen. Er bewertet Ideen nicht nur technisch, sondern immer mit Blick auf den Use Case, der sich rechnet – behält dabei aber den Menschen nie aus den Augen. Er baut die Brücke zwischen dem, was technisch möglich ist, und dem, was in einer Organisation funktioniert. Er weiß, wie man aus einem Prototyp einen stabilen Betrieb macht – mit Prozessen, Compliance und SLAs. Und er kennt den Weg von der Idee über die Validierung bis zur Gründung, weil er ihn selbst mehrfach gegangen ist.